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„Jeder für sich ausgezeichnet, aber noch wirkungsvoller im Zusammenspiel“, schrieb die Gazzetta di Mantova anlässlich eines Konzerts des italienisch-schweizerischen Trio des Alpes und beschreibt damit eines der Kernmerkmale dieses Trios: drei eigenständige, vielseitig erfolgreiche Persönlichkeiten, die sich in einem Trio vereinen. Dabei geht es ihnen um die Essenz der Kammermusik, um den Dialog, den gemeinsamen Klang und das Verbinden dreier Instrumente zu einem Ganzen.

 

In der New York Times wurde Hana Kotkovà als ´erhabene Solistin´ bezeichnet; als ´betörende und wunderbare´ Geigerin bezeichnete sie The Strade 2012 anlässlich der amerikanischen Erstaufführung  von ´Violin and Orchestra´ von Morton Feldman am Lincoln Center in New York, wo sie schon im Jahr zuvor an der Carnegie Hall debütiert hatte. Zahlreich ihre Auszeichnungen, darunter Preisträgerin des bedeutenden internationalen Wettbewerbs ´Prager Frühling´. Hervorzuheben ist ihr Engagement in der Kammermusik, besonders mit dem Trio Smetana von Prag in den ersten Jahren des neuen Jahrtausends.

 

Claude Hauri war in zahlreichen Formationen erstes Cello, beginnend in frühem Alter als Solo Cello im JM Jouth World Orchestra, dann im  “Ensemble Algoritmo“ von Rom oder im Ensemble “Nuovo Contrappunto“ von Florenz, Formationen, die vor allem auf zeitgenössische Musik  spezialisiert sind; für diese Musikrichtung ist er interpretative Referenz geworden.

 

Der Pianist Corrado Greco ist untrennbar mit dem Trio des Alpes verbunden  und bereichert es durch seine Musikalität  in wunderbarer Weise; seine reiche Begabung im kammermusikalischen Bereich hat er in der Zusammenarbeit mit  Bruno Canino, Rodolfo Bonucci, Mario Ancillotti, Giovanni Sollima, Mario Caroli, Massimo Quarta, Lorna Windsor, und mit Musikern der Berliner Philharmoniker perfektioniert.

 

Die geschickt zusammengestellten Programme, häufig verbunden durch ein gemeinsames Thema,sind ein Kennzeichen des Trios, das bekannte und unbekannte Stücke im Repertoire führt und häufig auch bewusst ungewohnte Werke aufführt. Die Pflege des Details, Texttreue und bestmögliche Annäherung an die Intentionen der Komponisten verstehen sich dabei von selbst.

 

Diese vielfältigen Qualitäten verbinden sich im Trio des Alpes zu einem kraftvollen Ganzen, und wenn die Gazzetta weiter schreibt: „[ein] Zusammenspiel, das ganz offensichtlich nicht nur von geduldiger und sensibler Arbeit am Detail, sondern auch von der Verbindung von bewundernswertem Gleichgewicht und bemerkenswerter Klarheit zeugt“, beschreibt dies die Ziele des Trio des Alpes auf den Punkt genau. In Programmen, die zumeist einem ausgewählten Thema folgen, werden bedeutende Werke Entdeckungen gegenüber gestellt und das Repertoire somit ständig erweitert. Dabei strebt das 2010 gegründete Ensemble mit Sitz in Lugano die grösstmögliche Texttreue und Annäherung an den Originaltext an.

 

Die Anerkennungen und der Erfolg bestätigen dieses Konzept: Das Trio ist auf wichtigen europäischen Musikveranstaltungen aufgetreten, etwa dem Ljubljana Festival, Nancyphonies, Alba Music Festival, Festival Piano Echos und für angesehene Veranstalter wie etwa di Società della Musica di Mantova und die Settimane musicali internazionali di Alghero.

Seit 2011 hat das Trio Tourneen in den USA, Brasilien, Spanien, Italien, Österreich und der Schweiz gemacht. Jüngst ist es vom UMBC von Baltimor eingeladen worden, wo es ein von ihm entworfenes Projekt zu Komponistinnen des 20.Jahrhunderts und zu zeitgenössischer Musik realisiert hat mit zahlreichen Erstaufführungen, Masterklassen und Kammermusikaufführungen mit Professorenkollegen; in den letzten Monaten hat es auch Trippelkonzerte von Ghedini, Schnyder und Martinu aufgeführt, u.a. auf einer Tournée mit dem Orchestra da Camera di Mantova.

 

Im Jahr 2015 wurde schliesslich die erste CD für Dynamic aufgenommen unter dem Titel “XX Century Women Composers” mit Werken von Beach, Boulanger und  Clarke.

Sie hat zahlreihe wohlwollende Rezensionen erhalten, unter anderem in der bedeutenden Zeitschrift Grammophone, die hier in Kürze zitiert wird : Clarke’s 1921 Trio is the real revelation… It also gets by far the best performance – fluent, committed and wonderfully energetic throughout.